Das Perspektiv-Training stärkt den positiven Blick junger Menschen auf ihr Leben. Gemeinsam erarbeiten wir Wege aus der Gewaltspirale, reflektieren soziales Verhalten und fördern eine straffreie Perspektive.

Zielgruppe
- Junge Menschen im Alter von 14 bis 27 Jahre
- Junge Menschen jeden Geschlechts, mit und ohne Behinderung
- Milieuübergreifend und herkunftsunabhängig
- Teilnehmende mit Multiproblemlagen (z.B. Suchterfahrungen, familiäre Gewalt)
Ziele des Perspektivtrainings
1. Zukunftsperspektiven entwickeln
Junge Menschen werden ermutigt, ihre Lebensperspektiven bewusst und gewaltfrei zu gestalten. Im Mittelpunkt steht die Förderung individueller Wege, die ein selbstbestimmtes und konstruktives Leben ermöglichen. Dazu gehört sowohl die Unterstützung bei der Planung einer gewaltfreien Zukunft als auch die Anregung zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung – insbesondere im jugendkulturellen Bereich. Ergänzt wird dies durch Orientierungshilfen, die die persönliche Entwicklung stärken und dabei helfen, eigene Potenziale zu erkennen und neue Lebenswege zu eröffnen.

2. Selbstreflexion fördern
Ziel ist es, die eigene Lebensgestaltung bewusst zu reflektieren und die Hintergründe des eigenen Verhaltens besser zu verstehen. Durch die intensive Auseinandersetzung mit persönlichen Erfahrungen und Einstellungen werden Denkprozesse angeregt, die zu einem tieferen Selbstverständnis führen. Anregende Fragen unterstützen dabei, eingefahrene Denkmuster zu hinterfragen und neue Perspektiven zu entwickeln. So wird ein selbstbewusster und verantwortungsvoller Umgang mit der eigenen Handlungsfähigkeit gefördert.
3. Konfliktfähigkeit stärken
Konfliktfähigkeit stärken bedeutet, eigene Gewaltmuster zu erkennen und alternative, gewaltfreie Handlungsweisen zu entwickeln. Dabei steht die Reflexion des eigenen Verhaltens ebenso im Mittelpunkt wie das kritische Hinterfragen gewaltfördernder Einstellungen. Durch die Entwicklung konstruktiver Konfliktlösungsstrategien und die gezielte Förderung sozialer Kompetenzen werden Selbstbewusstsein und Resilienz gegenüber Gruppendruck gestärkt. So wird eine eigenverantwortliche Lebensführung auch unter benachteiligenden Bedingungen ermöglicht.

Methoden
- Lebensweltorientierte Ansätze: Nutzung jugendkultureller Methoden zur Förderung von Beteiligung und Niedrigschwelligkeit.
- Konfliktfähigkeit stärken: Reflexion bestehender Konfliktlösungsstrategien und Entwicklung alternativer Verhaltensweisen.
- Persönlichkeitsentwicklung: Förderung von Resilienz, Selbstbewusstsein, Widerspruchs- und Frustrationstoleranz.
- Zukunftsperspektiven: Konstruktive Ideen entwickeln, um Gewalt abzubauen.



