-

CAP
Mit dem Projekt CAP – Cultures, Arts & Politics stärkt Distanz e.V. junge Menschen zwischen 12 und 18 Jahren in ländlich geprägten Regionen Thüringens durch kreative Jugendkultur- und Medienworkshops. Durch die Bestärkung konstruktiver Interessen Jugendlicher und die Förderung von Selbstwirksamkeit werden demokratische Beteiligung und Vernetzung attraktiv gestaltet und ermöglicht – direkt in ihren Lebenswelten.
Warum CAP?
Gerade in Zeiten intensiver Mediennutzung und Social Media brauchen junge Menschen auch physische Räume, in denen sie sich kreativ, konstruktiv-kritisch und wirksam mit gesellschaftlichen Fragen demokratisch orientiert begegnen und auseinandersetzen können. CAP schafft genau solche Räume – jugendnah, niedrigschwellig und demokratisch inspiriert.

Unser Ansatz
Die Teilnehmer*innen wählen selbst aus einem Repertoire von Workshops mit jugendkulturellem, medienpädagogischem und politisch-historischem Fokus. Die Durchführung erfolgt durch geschlechterparitätisch besetzte Zweierteams mit spezifischer Expertise und Fortbildung von Distanz e.V.
Projektziele
- Aufbau demokratischer Handlungskompetenz, Begegnung und sozialer Verantwortung
- Lebensweltliche Ansprache von jungen Menschen in ländlichen Räumen
- Förderung von Kreativität, Reflexion und Selbstwirksamkeit
- Stärkung außerschulischer Vernetzung

Aufbau des Projekts
Phase 1 – Einstieg und Auswahl
In Projekttagen wählen Teilnehmer*innen aus einem vielfältigen Repertoire ihre Wunsch-Workshops aus. Die Angebote finden in Jugendclubs, stationären Einrichtungen oder über die Schulsozialarbeit statt – außerschulisch und freiwillig.
Phase 2 – Vertiefung und Bindung
Interessierte Teilnehmer*innen aus der ersten Phase nehmen an mehrtägigen Intensivworkshops in ihren Regionen teil. So entstehen interessengeleitete wiederkehrende Begegnungen, lokale Vernetzung und ein starkes demokratisches Gemeinschaftsgefühl.
Phase 3 – Vernetzung in ganz Thüringen
Lebensweltorientierte Workshops und überregionale „Peak Events“ verbinden Teilnehmer*innen aus verschiedenen Regionen. Das Ziel: Thüringenweite Netzwerke, welche junge Menschen im demokratischen Engagement stärken und inspirieren.

Zentrale Elemente der Umsetzung
- Beteiligende Workshopwahl durch die Teilnehmenden
- Demokratische, lebensweltorientierte Inhalte
- Raum für Erwartungen und individuelle Interessen
- Wertschätzender, kreativer Austausch
- Geschlechterparitätische Teamer*innen-Teams
Laufzeit des Projekts
01.05.2023 – 01.05.2028
-

KI(B)T
Kompetent intervenieren im (Berufsschul)-Team: Wie können berufliche Schulen oder Jugendeinrichtungen professionell auf extrem rechte Einstellungen und Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit reagieren? Das Projekt KI(B)T stärkt pädagogische Fachkräfte in ihrem Alltag – praxisnah, langfristig und nachhaltig, um diesen Herausforderungenzu begegnen.

Formate des Projekts
KI(B)T unterstützt Pädagog*innen dabei, einen sicheren und reflektierten Umgang mit extrem rechts einstiegsgefährdeten und orientierten junge Menschen zu entwickeln. Die Maßnahmen fördern sowohl individuelle Handlungskompetenz als auch institutionelle Veränderung.
1. Intensivcoaching: Langfristige Begleitung von Teams
In Intensivcoachings begleitet Distanz e.V. Berufsschulen bis zu einem Jahr lang.
In interdisziplinären Teams aus Lehrkräften, Schulleitung und Schulsozialarbeit werden:- Herausforderungen und Ressourcen gemeinsam analysiert
- institutionsspezifische Ziele formuliert
- passende Maßnahmen umgesetzt und reflektiert
Ziele des Intensivcoachings
- Entwicklung langfristiger Handlungsstrategien gegenüber extrem rechten Tendenzen
- Stärkung der Teamkompetenz und professionellen Souveränität im Alltag
2. Flex-C: Kurzformat mit nachhaltiger Wirkung
Das neue Coachingformat Flex-C ist ein kürzeres Format für die Begleitung der Pädagog*innen bei gleichzeitig stattfindenden präventiven Workshops aus jugendkultureller, politisch-historischer und erlebnispädagogischer Bildung mit den jungen Menschen der gleichen Institution.
Ziele von Flex-C
- Erste Analyse von Herausforderungen und Ressourcen
- Entwicklung erster Schritte hin zu einem kompetenten Umgang mit extrem rechten Tendenzen
- Nachhaltige Verankerung präventiver Workshopinhalte

3. Weiterbildungen: Distanzierungsarbeit als Querschnittsaufgabe
Distanzierungsarbeit gehört in die Breite und in den Querschnitt der Sozialen Arbeit. In praxisnahen Weiterbildungen werden Gesprächs- und Interventionsmethoden für den kurz- und langfristigen Einsatz vermittelt.
Ziele der Weiterbildungen
- Stärkung der Selbstsicherheit im Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und extrem rechten Orientierungen
- Transfer der Inhalte in die pädagogische Praxis
- Verankerung der Distanzierungsarbeit in verschiedenen Handlungsfeldern.
Teilnehmende können zusätzlich in präventiven Workshops hospitieren, um die Inhalte praktisch zu erproben.
4. Workshops der Prävention: Lernen in Lebensweltbezug
Die Workshops für Schüler*innen setzen lebensweltorientiert auf jugendkulturelle, politisch-historische und erlebnispädagogische Ansätze. Sie thematisieren persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Entwicklungen und fördern kritisches Denken.
Laufzeit des Projekts
01.01.2025 – 31.12.2026
Weitere Informationen
Infoflyer Flex-C (PDF, ca. 3 MB)
Infoflyer Coachings (PDF, ca. 250 KB) -

SPEX
SPEX ist ein Trainingsprogramm für junge Menschen im Saale-Holzland-Kreis, das gewalttätigem Verhalten entgegenwirkt und neue Perspektiven eröffnet. Ziel ist es, Lebensentwürfe ohne Gewalt zu fördern, Handlungsmuster zu reflektieren und individuelle Stärken auszubauen – durch lebensweltnahe, niedrigschwellige und beteiligungsorientierte Methoden.

Was bewirkt SPEX?
Das Training unterstützt junge Menschen dabei:
- ihre Lebensperspektive aktiv und gewaltfrei zu gestalten
- sich selbst und ihre Handlungen besser zu verstehen
- Konflikte konstruktiv zu lösen
- Selbstbewusstsein und Resilienz gegenüber Gruppendruck zu entwickeln

Zielgruppe
- Junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren
- Menschen jeden Geschlechts, mit und ohne Behinderung
- unabhängig von Herkunft oder sozialem Hintergrund
- besonders auch Personen mit multiplen Problemlagen (z. B. Sucht, familiäre Gewalt, instabile Beziehungen)
Trainingsformate
- Einzelsetting: 18 Sitzungen à 1,5 Stunden
- Gruppensetting: 10 Sitzungen à 2 Stunden
- Beide Formate starten mit fünf vorbereitenden Gesprächen. Die passende Trainingsform wird gemeinsam mit der vermittelnden Instanz ausgewählt.
Besonderheiten des Projektes
- Einbindung des Umfelds: Bezugspersonen werden aktiv einbezogen und können Impulse setzen.
- Erweiterte Unterstützung: Empfehlungen für ergänzende Maßnahmen (z. B. Elternberatung, systemische Familienhilfe).
- Ab 2026: Integration von Peer-Trainer*innen mit ehemaligen Teilnehmenden.

Ziele des Projekts
1. Zukunft planen – frei von Gewalt
Junge Menschen entwickeln eigene, gewaltfreie Lebensperspektiven und erhalten Unterstützung bei Freizeitgestaltung und Zukunftsplanung.
2. Selbstreflexion stärken
Durch gezielte Fragen lernen die Teilnehmenden, eigene Denk- und Handlungsmuster zu erkennen und daraus neue Handlungsoptionen zu entwickeln.
3. Konfliktfähigkeit ausbauen
Stärkung der persönlichen Handlungskompetenz, Entwicklung alternativer Konfliktlösungsstrategien und Aufbau von Resilienz gegen Gruppendruck.
Laufzeit
01.01.2025 – 31.12.2027
Weitere Informationen
-

Transform
Mit Transform gestaltet Distanz e.V. die Distanzierungsarbeit bundesweit neu. Wir bringen unsere langjährige Erfahrung ein, um Konzepte und Strukturen in diesem Handlungsfeld weiterzuentwickeln. Ziel ist es, neue Wege zu finden, wie junge Menschen wirkungsvoll von extrem rechten Einstellungen und Gruppierungen distanziert werden können – und das nah an ihrer Lebenswelt.
Was ist Transform?
Transform – Distanzierungsarbeit zur Überwindung von Demokratiedistanz und zur Verhinderung von Einstiegen in den Rechtsextremismus ist ein Innovationsprojekt, das in vier Modellregionen Thüringens erprobt wird. Die entwickelten Ansätze und Methoden sind auf bundesweite Ausstrahlung und Qualifizierung von Fachkräften ausgelegt. Im Mittelpunkt stehen neue Formate, Zielgruppen, Methoden und Kooperationen.

Schwerpunkte im Projekt
Trainer*innen-Tandem – Distanzierungsarbeit vor Ort verankern
Erfahrene Distanzierungstrainer*innen von Distanz e.V. arbeiten im Tandem mit Fachkräften vor Ort – z. B. aus Schule, Jugendhilfe oder Bewährungshilfe. Gemeinsam führen sie Distanzierungstrainings durch und schaffen eine Grundlage, damit diese Fachkräfte künftig eigenständig Distanzierungsarbeit leisten können.
Beratungsinstitution Jugendamt – Unterstützung aus der Praxis
Distanz e.V. wird zur festen Anlaufstelle für Jugendämter. Unsere Berater*innen unterstützen Mitarbeitende in der Einschätzung von Radikalisierungsrisiken – z. B. bei Hilfeplangesprächen – und stärken so die Handlungssicherheit der Fachkräfte im Umgang mit gefährdeten jungen Menschen.
Erweiterte Zielgruppe – junge Menschen in Übergangsphasen erreichen
Wir erweitern die Zielgruppe gezielt auf junge Menschen ab 10 Jahren sowie junge Erwachsene bis 27 Jahre. Gerade Übergangsphasen im Leben sind anfällig für Radikalisierung. Wir passen die Formate der Distanzierungsarbeit altersgerecht an und machen sie neunen Zielgruppen zugänglich.
Distanzierung durch Spiel – Gamification als Methode
Spielerische Elemente machen komplexe Themen greifbar: Durch eine Gamification unserer Methoden schaffen wir neue Zugänge zur Reflexion – besonders für jüngere Teilnehmende. So fördern wir Einsichten und Veränderungen auf kreative und intuitive Weise und stärken die Motivation.
Online trifft Offline – hybride Distanzierungsarbeit
Junge Menschen bewegen sich in digitalen wie analogen Räumen. Transform entwickelt Methoden, die beide Welten verbinden. Inhalte aus der Online-Arbeit fließen in Offline-Trainings ein – und umgekehrt. Die Ergebnisse werden bundesweit mit pädagogischen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen geteilt.
Fachlich begleitet – der Wissenschafts-Praxis-Beirat
Ein interdisziplinärer Beirat begleitet das Projekt kritisch und beratend. Im Fokus stehen insbesondere die Entwicklung lebensweltorientierter Methoden sowie die gezielte Erreichung weiblicher Adressatinnen.
Laufzeit
Januar 2025 – Dezember 2028
Weitere Informationen
Flyer Transform (PDF, ca. 300 KB)
Fortbildungsangebot „Was los im Feed?“ -

Zentrum für Distanzierungsarbeit (ZfD)
Das ZfD ist die zentrale Beratungsinstitution in Thüringen für das Handlungsfeld der Distanzierungsarbeit. Für Fachkräfte, die mit jungen Menschen arbeiten, die durch gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit oder erste extrem rechte Tendenzen auffallen. Ziel ist es, frühzeitig zu intervenieren – bevor sich menschenverachtende Einstellungen verfestigen.

Zielgruppe
Das Beratungsangebot richtet sich an:
- Pädagog*innen aller Felder der Jugendarbeit und Schule
- Mitarbeitende aus Jugendämtern
- weitere Multiplikator*innen im pädagogischen Feld
Ansatz
Distanzierungsarbeit schließt die Lücke zwischen präventiver Demokratiebildung und klassischer Ausstiegsarbeit.
- niedrigschwellig und unkompliziert
- zeitnah
- maßgeschneidert / individualisiert
- ressourcenorientiert
- vernetzt und vernetzend
- nach Bedarfen anhand klarer Kriterien priorisiert, u.a. ländliche Gefährdungslagen, Ressourcenmangel, Bedrohungslagen

ZfD-Formate
Beratung und Coaching
Der Erstkontakt kann telefonisch oder per E-Mail erfolgen und ist auf Wunsch auch anonym möglich. In einem nächsten Schritt findet eine gemeinsame Bedarfsklärung statt, bei der die Mitarbeitenden von Distanz e.V. zusammen mit den Beteiligten die individuelle Situation analysieren. Darauf aufbauend wird ein passgenaues, individuelles Angebot entwickelt, das sich an den jeweiligen Bedürfnissen orientiert. Der weitere Beratungsverlauf umfasst fallbezogene Strategien und kann bei Bedarf in ein Coaching oder ein Distanzierungstraining übergehen. Ergänzend erfolgt eine multiprofessionelle Vernetzung, bei der relevante Fachkräfte aus dem Umfeld der jungen Menschen in die Zusammenarbeit einbezogen werden.
Kollegiale Fallberatung
Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Analyse komplexer Fälle unter Einbeziehung szenetypischen Wissens. Darauf aufbauend werden konkrete Handlungsstrategien entwickelt und im Team strategisch geplant. Auf Wunsch kann dieser Prozess durch die Integration in ein weiterführendes Distanzierungstraining ergänzt werden.
Modulare Fortbildungen
Das ZfD bietet themenspezifische Fortbildungen mit Hilfe eines Baukastensystems an. Die Fortbildungen richten sich sowohl an Einzelpersonen als auch an Teams und werden ressourcenorientiert, bedarfsspezifisch und individuell, zeitlich flexibel gestaltet.
Distanzierungstraining
Das ZfD begleitet junge Menschen zwischen 10 und 27 Jahren in Einzel- und Gruppentrainings dabei, sich von menschenfeindlichen und gewaltbefürwortenden Haltungen zu distanzieren. Mit systemisch-lösungsorientierten und reflektierenden Methoden werden Distanzierungsimpulse gesetzt. Die Arbeit erfolgt kritisch-konfrontativ und zugleich beziehungsstärkend, wobei die Ziele der Teilnehmenden im Vordergrund stehen. Durch jugendkulturelle, mediale und historische Interessen werden Lebensweltzugänge geschaffen und die Selbstwirksamkeit junger Menschen gestärkt.
Bewilligungszeitraum
01.01.2025 – 31.12.2032
-

Projektarchiv
Ehemalige und weiterentwickelte Projekte von Distanz e.V.
-

Echt Jetzt?!
in Weiterentwicklung
-

KIT
01.01.2020 bis 31.12.2022
-

Anti-Hate-Bubble-Approach
01.01.2020 bis 31.12.2021
-

Konsens Konstruktiv
01.01.2024 bis 31.12.2024
-













